Tag-Archiv für » Hallen-WM «

Erst WM-Norm, dann leicht verletzt

Samstag, 13. Februar 2010 18:24

Auf diese Steigerung hat Sophie Krauel schon seit Wochen gewartet: Beim Erdgas-Athletics-Meeting in Leipzig konnte die Weitspringerin vom TuS Jena endlich ihre guten Trainingsleistungen in die entsprechenden Zentimeter umsetzen. In einem spannenden und hochklassigen Finale landete die 24-Jährige in ihrem einzig gültigen Versuch bei 6,62 Metern. Damit überbot Krauel die Norm für die Hallen-WM von 12. bis 14. März in Doha (Katar) nicht nur um zwei Zentimeter, sondern stellte auch exakt ihre Hallen-Bestleistung aus dem Jahr 2004 ein. Zuvor hatte Krauels Saisonbestleistung bei 6,46 Metern gestanden.

Allerdings reichte diese Weite in einem tollen Weitsprung-Finale nur zu Platz vier. Allein vier deutsche Springerinnen schafften in der Leipziger Arena die Hallen-WM-Norm. Der Sieg ging aber einen ausländischen Gast. Darya Klishina - mit 6,87 Metern als Weltjahresbeste nach Sachsen gereist - ließ sich mit 6,74 Metern Rang eins nicht nehmen und setzte sich vor der Deutschen Hallenmeisterin Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid; 6,69 m) und U23-Europameisterin Melanie Bauschke (LG Nike Berlin; 6,67 m) durch. Dahinter folgte Krauel vor Bianca Kappler (LC Rehlingen). Für die WM-Fünfte von 2007 wurden 6,61 Meter gemessen.

Die Hoffnung auf einen noch besseren Platz musste Krauel schon früher als geplant begraben. Im dritten Durchgang übertrat die Deutsche Meisterin den Sprung, rutschte auf der Plastilinmasse weg und stauchte sich den rechten Sprungfuß. Da die Schmerzen zu stark waren, verzichtete sie auf die ausstehenden drei Versuche. „Wenn ich den Fuß nicht sauber aufsetze, findet er auf der Masse keinen Halt. So war es auch beim dritten Sprung”, sagte Krauel.

Schon kurz nach dem Meeting gab sie aber für die Deutschen Meisterschaften in zwei Wochen in Karlsruhe wieder Entwarnung. „Es ist nicht so schlimm wie bei der DM 2009 in Ulm. Da bin ich ja viel heftiger umgeknickt”, erinnerte sie sich. Außerdem sind bis Karlsruhe keine Wettkämpfe mehr geplant. Für den DM-Showdown in der Europahalle braucht Krauel auch ihre ganze Kraft und Schnelligkeit. Denn von den bisher vier deutschen Springerinnen mit der Norm für Doha können nur zwei in Katar starten. Wenn Krauel sicher bei ihrer zweiten Hallen-WM nach 2004 in Budapest dabei sein will, muss sie in Karlsruhe am besten auf Platz eins oder zwei springen.

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Süddeutsche: Nur die WM-Norm fehlt

Sonntag, 31. Januar 2010 17:23

Gleich zwei Titel heimste Sophie Krauel (TuS Jena) bei den Süddeutschen Meisterschaften ein. In Erfurt setzte sich die Deutsche Weitsprungmeisterin zunächst in ihrer Spezialdisziplin mit 6,46 Metern durch, um vier Stunden später auch im Hürdensprint vorn zu landen. In 8,23 Sekunden war die U20-Europameisterin im Hürdensprint von 2003 in der Steigerwaldhalle nicht zu schlagen.

Für Krauel bedeuteten die 8,23 Sekunden übrigens die zweitbeste Zeit ihrer Karriere. Auf den Tag genau vor sieben Jahren war sie an selber Stelle vier Hundertstelsekunden schneller als bei ihrem Triumph am Sonntagnachtmittag. „Im Training lief es richtig gut. So hatte ich mir schon 8,20er-Zeiten vorgenommen”, freute sich die 24-Jährige über ihre Steigerung um 18 Hundertstelsekunden im Vergleich zu den Thüringer Meisterschaften vor zwei Wochen. Rang zwei sicherte sich in Erfurt die A-Jugendliche Jenna Pletsch (Saar 05 Saarbrücken), die ihren eigenen Saarlandrekord auf starke 8,26 Sekunden verbesserte.

Ihren ersten Titel hatte sich Krauel schon am Sonntagvormittag im Weitsprung gesichert. Mit 6,46 Metern hielt sie die Konkurrenz klar in Schach und steigerte ihre Saisonbestleistung um fünf Zentimeter. Alle fünf gültigen Versuche der Thüringerin hätten zum Sieg gereicht. Silber ging an Jana Schütze (ACT Kassel) mit 6,15 Metern. „Ich hatte mir schon ein bisschen mehr vorgenommen. Aber leider komme ich momentan nicht richtig vom Brett weg”, analysierte die Deutsche Meisterin. Bereits am kommenden Mittwoch nimmt Krauel erneut Anlauf, um die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM in Doha (Katar, 12.-14. März) zu springen. Dann startet die 24-Jährige bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Frankfurt.

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Zwei TLV-Titel machen Lust auf mehr

Sonntag, 17. Januar 2010 14:24

Nicht nur ihr sportliches Können, sondern auch ihr Talent als Frühaufsteherin musste Sophie Krauel (TuS Jena) in Erfurt beweisen. Bei den Thüringer Meisterschaften sicherte sich die 24-Jährige nämlich schon jeweils am Vormittag die Titel über 60 Meter Hürden um im Weitsprung. Am ersten Tag war die Pharmazie-Studentin mit 8,41 Sekunden im Hürdenwald nicht zu bezwingen. Damit verbesserte sich Krauel im Vergleich zur Vorwoche um zwei Hundertstel.

Obwohl es ihre schnellste Zeit seit den Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften 2003 in Leverkusen war - nach einer langwierigen Schienbeinverletzung startete sie fast fünf Jahre lang nicht über die Hürden -, erkannte sie noch Steigerungspotenzial: „Mir hat einfach die Konkurrenz gefehlt. Die Form für schnellere Zeiten habe ich”, sagte Krauel nach dem Hürdenfinale mit nur zwei Läuferinnen. So ging Silber an die zweite TuS-Athletin Lisa Wolf (8,97 s).

Auch beim Weitsprung am Sonntag war Krauel fast Alleinunterhalterin. Nur wieder zwei Athletinnen stellten sich der Konkurrenz, sodass die Springerinnen kaum eine Pause zwischen den einzelnen Versuchen hatten. Natürlich holte sich die Deutsche Meisterin den Titel und war mit ihrer Siegesweite von 6,20 Meter nicht unzufrieden, obwohl sie eine Woche zuvor schon auf 6,41 Meter gekommen war. „Einige Versuche waren im Bereich zwischen 6,50 und 6,60 Meter, aber leider um ein paar Millimeter übergetreten”, analysierte Krauel. Schon in zwei Wochen wird sie erneut versuchen, die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM vom 12. bis 14. März in Doha (Katar) zu attackieren. Krauel startet dann bei den Süddeutschen Meisterschaften in Erfurt, da beim Ländervergleich in Glasgow der Frauen-Weitsprung kurzfristig aus dem Programm gestrichen wurde. Als momentan jahresbeste Deutsche hatte sich die Thüringerin eigentlich den Startplatz für den Vergleich mit den Teams aus den USA, Großbritannien, Schweden und einer Commonwealth-Auswahl gesichert.

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