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DM-Vorschau: „Eher Hürden als Weitsprung“

Donnerstag, 25. Februar 2010 8:18

Vier deutsche Weitspringerinnen haben schon die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM in Doha (12.-14. März) überboten. Darunter auch Sophie Krauel vom TuS Jena. Ob die Deutsche Meisterin allerdings bei der Hallen-DM an diesem Wochenende in Karlsruhe starten und sich so um ein WM-Ticket bewerben kann, ist noch nicht klar. Falls eine Fußverletzung das nicht zulassen sollte, hat die 24-Jährige aber schon „Plan B” parat.

Frau Krauel, am 13. Februar haben Sie sich beim Meeting in Leipzig den Fuß gestaucht und mussten den Wettkampf abbrechen. Ist ein Weitsprung-Start am Sonntag bei der Hallen-DM in Karlsruhe denn überhaupt möglich?
Das kann ich noch nicht sagen. Mein Trainer Stefan Poser und ich müssen das kurzfristig entscheiden. Am Samstag ist eine Vorbelastung geplant. Danach sehen wir weiter. Momentan sieht es allerdings nicht so gut aus.

Angeschlagen werden Sie also nicht springen?
Nein. Ich möchte auf keinen Fall die Sommersaison mit der Europameisterschaft aufs Spiel setzen. Ich war in meiner Karriere schon lange genug verletzt. Das will ich nicht noch einmal erleben. Außerdem kann die Verletzung schnell wieder auftreten und schlimmer werden, wenn ich wie in Leipzig keinen Halt auf dem Plastilin finde.

Schon bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Ulm haben Sie sich im ersten Versuch den Fuß gestaucht und haben dann doch noch mit 6,70 Metern Gold geholt. Warum sind Sie so anfällig für diese Art von Verletzung?
Stauchungen kommen durch die enormen Kräfte beim Absprung ja öfter vor. Bei mir hängt es aber auch mit der Technik zusammen. Ich setze den Fuß nicht sauber auf, sodass er leichter umknickt. Daran haben wir aber schon viel gearbeitet, technische Fortschritte sind da. Außerdem ist die Stauchung nicht so schlimm wie im Sommer in Ulm.

Sprinten ist also möglich?
Schnelle Läufe konnte ich im Training problemlos absolvieren. Aber natürlich war der rechte Fuß dabei ordentlich getaped.

Dann wäre ja der Weg frei für einen Start über 60 Meter Hürden.
Genau. Ich bin gemeldet und das ist unser „Plan B” für Karlsruhe. Ich habe ja in diesem Winter schon einige Hürdenrennen bestritten…

… und liegen mit 8,23 Sekunden auf Platz fünf der deutschen Bestenliste. Was ist für Sie in Karlsruhe im Hürdensprint möglich?
Ich kann mir vorstellen, in einem so starken Feld mit Carolin Nytra, Nadine Hildebrand und Anne-Kathrin Elbe meine „historische Bestzeit” von 8,19 Sekunden aus dem Jahr 2003 zu unterbieten. Aber die Medaillenränge sind in diesem Jahr noch außer Reichweite.

Werden Sie im Sommer denn auch über die Hürden zu sehen sein?
Das ist auf jeden Fall geplant. Meine Bestzeit von 13,28 Sekunden ist ja auch schon sieben Jahre alt. Aber natürlich bleibt der Weitsprung meine Hauptdisziplin. Wie viele andere deutsche Springerinnen will ich zur EM nach Barcelona. Die Norm von 6,60 Metern werden wahrscheinlich wieder eine halbes Dutzend überbieten - und dazu will ich auch zählen.

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DM-Gold mit drei Bestleistungen

Sonntag, 5. Juli 2009 21:12

Sophie Krauel (TuS Jena) hat in einem leistungsstarken und spannenden Wettbewerb ihren Vorjahrestitel bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm verteidigt. Ihr Ergebnis von Nürnberg 2008 steigerte die 24-Jährige im Donaustadion um satte 30 Zentimeter auf 6,70 Meter. „Es war ein grandioser Wettkampf. Ich bin glücklich, dass es endlich mit einer 70er-Weite geklappt hat”, sagte die strahlenden Siegerin. Startete der Wettkampf noch recht bedächtig, schaukelten sich die Weitspringerinnen hoch. Auslöser war Sophie Krauels dritter Sprung auf 6,64 Meter. In den nächsten Versuchen ließ sie 6,68 und 6,70 Meter folgen. Die drei Bestleistungen (vorher 6,63 m) waren auch nötig, denn auch Beatrice Marscheck (LAZ Gießen, 6,67 m), Bianca Kappler (LC asics Rehlingen, 6,64 m) und Melanie Bauschke (LG Nike Berlin, 6,63 m) überzeugten.

Damit behält Krauel, was Freiluft-Meisterschaften betrifft, eine weiße Weste. Bei ihren bisher einzigen Starts (2008 und 2009) war die 24-Jährige vorn. „Das Gold 2008 möchte ich nach der Verletzung von Bianca aber nicht zählen. Das hier ist mein erster Titel”, sagte die strahlende Siegerin. Ein kleiner Wermutstropfen blieb trotz des großen Siegs. Denn Krauel fehlten winzige zwei Zentimeter zur WM-A-Norm. Hätte sie 6,72 Meter erzielt, wäre sie am Dienstag schon fix für die WM in Berlin (15.-23. August) nominiert worden. Nun muss sie sich wohl noch bis zum 2. August gedulden, um per B-Norm ins Team zu kommen. Darüber hinaus hat sie aber noch die Chance beim Wettkampf in Dillingen am 24. Juli die zwei Zentimeter „nachzuliefern”.

Thema: News | Kommentare (0) | Autor: mbn

Bronze und Saisonbestleistung bei Hallen-DM

Sonntag, 22. Februar 2009 19:07

Deutsche Hallenmeisterschaft 2009Sophie Krauel (TuS Jena) trennten als Dritte im Weitsprung nur sechs Zentimeter vom Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. Die 23-Jährige war im fünften Versuch auf 6,48 Meter geflogen. Besser waren nur Überraschungssiegerin Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid, 6,54 m) und Titelverteidigerin Melanie Bauschke (LG Nike Berlin) mit 6,51 Metern.

„Ich bin zufrieden mit dem Wettkampf. Ich wollte eine Medaille gewinnen und das hat geklappt. Vielleicht wäre mein letzter ungültiger Versuch noch weiter gewesen. Aber der war leider ein paar Millimeter drüber“, sagte Krauel. Die Studentin war in Leipzig gut in den Wettkampf gekommen und führte bis zum dritten Durchgang das Feld mit 6,44 Metern an. Zwischenzeitlich fiel sie dann aber hinter Urszula Gutowicz-Wetshof (LG Nike Berlin) zurück, die auch auf 6,44 Metern kam, bis auf Platz vier zurück. Doch in Durchgang fünf folgte Krauels „Bronze-Konter“.

„Wenn ich ohne Medaille nach Hause gefahren wäre, hätte es mich gewurmt. So kann ich mich über zwei Saisonbestleistungen freuen“, sagte Krauel. Genauso wie Moguenara und Bauschke verpasste aber auch die Deutsche Freiluftmeisterin die Norm für die Hallen-EM in Turin (6. bis 8. März) von 6,55 Metern knapp. So wird Krauel ihre Hallensaison wohl am kommenden Wochenende beim Erdgas-Meeting in Chemnitz beenden.

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