Sonntag, 17. Januar 2010 14:24
Nicht nur ihr sportliches Können, sondern auch ihr Talent als Frühaufsteherin musste Sophie Krauel (TuS Jena) in Erfurt beweisen. Bei den Thüringer Meisterschaften sicherte sich die 24-Jährige nämlich schon jeweils am Vormittag die Titel über 60 Meter Hürden um im Weitsprung. Am ersten Tag war die Pharmazie-Studentin mit 8,41 Sekunden im Hürdenwald nicht zu bezwingen. Damit verbesserte sich Krauel im Vergleich zur Vorwoche um zwei Hundertstel.
Obwohl es ihre schnellste Zeit seit den Deutschen Hallen-Jugendmeisterschaften 2003 in Leverkusen war - nach einer langwierigen Schienbeinverletzung startete sie fast fünf Jahre lang nicht über die Hürden -, erkannte sie noch Steigerungspotenzial: „Mir hat einfach die Konkurrenz gefehlt. Die Form für schnellere Zeiten habe ich”, sagte Krauel nach dem Hürdenfinale mit nur zwei Läuferinnen. So ging Silber an die zweite TuS-Athletin Lisa Wolf (8,97 s).
Auch beim Weitsprung am Sonntag war Krauel fast Alleinunterhalterin. Nur wieder zwei Athletinnen stellten sich der Konkurrenz, sodass die Springerinnen kaum eine Pause zwischen den einzelnen Versuchen hatten. Natürlich holte sich die Deutsche Meisterin den Titel und war mit ihrer Siegesweite von 6,20 Meter nicht unzufrieden, obwohl sie eine Woche zuvor schon auf 6,41 Meter gekommen war. „Einige Versuche waren im Bereich zwischen 6,50 und 6,60 Meter, aber leider um ein paar Millimeter übergetreten”, analysierte Krauel. Schon in zwei Wochen wird sie erneut versuchen, die Norm von 6,60 Metern für die Hallen-WM vom 12. bis 14. März in Doha (Katar) zu attackieren. Krauel startet dann bei den Süddeutschen Meisterschaften in Erfurt, da beim Ländervergleich in Glasgow der Frauen-Weitsprung kurzfristig aus dem Programm gestrichen wurde. Als momentan jahresbeste Deutsche hatte sich die Thüringerin eigentlich den Startplatz für den Vergleich mit den Teams aus den USA, Großbritannien, Schweden und einer Commonwealth-Auswahl gesichert.