Beiträge vom Juni, 2009

Mals: Die zweite WM-B-Norm geschafft!

Sonntag, 28. Juni 2009 22:11

Weitspringerin Sophie Krauel (TuS Jena) hat einen großen Schritt Richtung WM in Berlin gemacht. Die Deutsche Meisterin schaffte beim Sommer-Meeting in Mals (Italien) mit 6,62 Metern zum zweiten Mal die doppelt geforderte B-Norm (6,62 m) für die Titelkämpfe im Olympiastadion. Die einfache A-Norm (6,72 m) erfüllten zuvor schon Beatrice Marscheck (Gießen) und Bianca Kappler (Rehlingen), die in Südtirol die Plätze fünf (Marscheck) mit 6,37 Metern und sieben (Kappler) mit 6,22 Metern belegten. Auf Platz vier kam die Hamburgerin Claudia Tonn mit 6,44 Metern, die ihrerseits mit 6,71 Metern schon einmal die B-Norm für Berlin geschafft hat.

Obwohl sich der Wettkampf wegen drehender Winde für die Athletinnen äußerst schwer gestaltete, legte Krauel eine saubere Serie hin. Neben ihrem Siegessprung - Krauel hatte einen Zentimeter Vorsprung vor der Polin Teresa Dobija - wurden noch zweimal 6,58 Meter für die 24-Jährige gemessen. „Außerdem hatte ich noch einen Sprung von 6,46 Metern, bei dem ich mehr als 20 Zentimeter verschenkt habe”, sagte Krauel nach ihrem erfolgreichen Ausflug nach Mals. Endgültig werden die Tickets für die WM in Berlin aber erst am kommenden Sonntag ab 14 Uhr bei der DM vergeben. Spannung ist beim Ulmer „Weitsprung-Krimi” garantiert.

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Starkes Heimspiel bei miesem Wetter

Samstag, 6. Juni 2009 17:13

Regen, Wind und nur 10 Grad Celsius: Trotz dieser widrigen Bedingungen hat Sophie Krauel beim 16. Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza eine beachtliche Leistung abgeliefert. In einem Weltklassefeld landete die 24-Jährige vom TuS Jena als beste Deutsche auf Platz vier. Für die Deutsche Meisterin wurden bei ihrem „Heimspiel” in Thüringen 6,60 Meter gemessen. Nur einmal - am Pfingstmontag in Wesel - ist Krauel mit 6,63 Metern im Freien weiter gesprungen. Beim ersten Wettkampf vor zwei Wochen in Weinheim flog sie ebenfalls auf 6,60 Meter.

„Ich kann meine Geschwindigkeit beim Absprung endlich wieder in Höhe umsetzen. Das hat mir im vergangenen Jahr noch gefehlt”, sagte Krauel zu ihren technischen Fortschritten. In den vergangenen Monaten hat sie mit ihrem Trainer Stefan Poser versucht, ihr Kraftdefizit nach dreieinhalb Jahren Verletzungspause zu reduzieren. Ihre enorme Schnelligkeit im Anlauf - in diesem Jahr wurden bei Krauel schon 9,8 Meter pro Sekunde vor dem Absprung gemessen - bleibt aber weiterhin die große Stärke der Pharmazie-Studentin.

Obwohl die TuS-Springerin die für die WM in Berlin (15. bis 23. August) zweimal geforderte B-Norm von 6,62 Metern in Bad Langensalza nur um winzige zwei Zentimeter verfehlte, beeindruckt sie in diesem Jahr mit ihrer Konstanz. In allen bisherigen Wettkämpfen sprang die 24-Jährige mindestens 6,60 Meter weit. „Auf dieser Basis kann ich aufbauen. Schön wäre es natürlich, wenn ich mal einen Ausreißer nach oben erwischen würde. Die WM-A-Norm von 6,72 Metern halte ich auf jeden Fall noch für möglich”, analysierte die Thüringerin.

Erst im letzten Durchgang wurde Krauel in Bad Langensalza noch vom Podestplatz durch Karin Mey Melis verdrängt. Die Türkin sicherte sich mit 6,77 Metern Rang drei. Der Sieg ging an die Portugiesin Naide Gomes, die sich mit starken 6,90 Metern vor der Russin Olga Kucherenko durchsetzte. Die Bronzemedaillengewinnerin der diesjährigen Hallen-EM verbesserte dabei ihre Freiluftbestleistung um zwölf Zentimeter auf 6,84 Meter.

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6,63 Meter machen nicht froh

Montag, 1. Juni 2009 18:53

Der Pfingstmontag hat Sophie Krauel eine neue Bestleistung beschert. Beim Meeting in Wesel steigerte die Weitspringerin vom TuS Jena ihren Freiluft-Hausrekord um drei Zentimeter auf 6,63 Meter. Gleichzeitig überbot die 24-Jährige die B-Norm für die Weltmeisterschaften in Berlin (15. bis 23. August) um einen Zentimeter.

Trotz der Bestleistung war der Deutschen Meisterin in Wesel nicht nach Jubeln zumute. Schließlich musste sie sich mit Rang vier begnügen. Der Sieg ging an die WM-Fünfte Bianca Kappler (Rehlingen), die im fünften Versuch auf starke 6,81 Meter kam. Damit übertraf die 31-Jährige genauso wie Beatrice Marscheck (Gießen; 6,73 m) die WM-A-Norm (6,72 m). Auf Rang drei landete die Neu-Hamburgerin Claudia Tonn mit 6,71 Metern.

„Ich bin nicht zufrieden mit dem Wettkampf. Die Bedingungen waren so gut, da hätte ich auch über 6,70 Meter springen müssen”, sagte eine sichtlich geknickte Sophie Krauel. Zwar hatte die Pharmazie-Studentin auf der bekannt guten Anlage noch weitere „sehr gute Sprünge”. Doch waren diese leider alle ungültig. „Der Sprung auf 6,63 Meter hat sich wahrlich nicht nach Bestleistung angefühlt. Da hat mich die Weite dann schon überrascht.”

Neben Krauel und Tonn haben mit der Hamburgerin Annika Leipold (Siegerin des U23-Springens in Wesel; 6,67 m) und Karoline Köhler (Wattenscheid; 6,64 m) noch weitere zwei Springerinnen die WM-B-Norm erfüllt. Außer den beiden Springerinnen mit der A-Norm kann der DLV eine weitere Athletin mit B-Norm für die WM nominieren, sofern diese den Richtwert zweimal übertroffen hat. Das gelang allen Vieren bisher aber nur einmal.

Die nächste Chance, die WM-Norm zu attackieren, erhält die Thüringerin aber schon am Samstag beim Weitsprung-Klassiker in Bad Langensalza. Dort tritt Krauel als Lokalmatadorin an. „Ich habe in Wesel gemerkt, dass die Form stimmt. Das gibt mir Selbstvertrauen für den Rest der Saison”, sagte die Jenaerin. Die letzte Chance, ein WM-Ticket zu ergattern, bietet sich den Springerinnen dann bei den Deutschen Meisterschaften am 4. und 5. Juli in Ulm.

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