Beiträge vom Februar, 2009

Chemnitz: 6,50 Meter machen Lust auf mehr

Freitag, 27. Februar 2009 0:48

Zum Ende der Hallensaison kommt Sophie Krauel immer besser in Schwung. Die Weitspringerin vom TuS Jena holte beim 14. Erdgasmeeting in Chemnitz mit Saisonbestleistung von 6,50 Metern nicht nur den Sieg, sondern der 23-Jährigen gelang eine Woche nach den Deutschen Hallen-Meisterschaften in einem hochspannenden Wettkampf auch die Revanche für Leipzig. „Ich freue mich, endlich die 6,50-Meter-Grenze geknackt zu haben. Aber ich weiß auch, dass kein optimaler Sprung dabei war“, sagte Krauel.

Musste sich die Studentin am vergangenen Sonntag noch mit 6,48 Metern und Rang drei hinter Sosthene Moguenara (Wattenscheid, 6,54 m) und der Berlinerin Melanie Bauschke (6,51 m) begnügen, drehte sie diesmal den Spieß um. Im sechsten und letzten Durchgang flog Krauel, obwohl sie sich zuvor den Knöchel leicht gestaucht hatte, auf die Siegesweite und setzte sich mit dem minimalen Vorsprung von einem Zentimeter gegen Bauschke (6,49 m) und Moguenara (6,48 m) durch. Beide konnten bei ihren jeweils letzten Versuchen nicht mehr kontern. Rang vier ging wie bei der Hallen-DM an Urszula Gutowicz-Westhof. Die Berlinerin kam auf 6,41 Meter.

„Jetzt mache ich erst einmal einige Tage Pause, bevor es in die Sommervorbereitung geht. Klar sind für mich die Weltmeisterschaften in Berlin das große Ziel“, erklärte die Deutsche Freiluftmeisterin. Um Mitte August im Olympiastadion unter den besten der Welt zu sein, wird die 23-Jährige auch im Sommersemester deutlich kürzertreten, um mehr Zeit und Energie ins Training investieren zu können.

Den ersten internationalen Saisonhöhepunkt, die Hallen-EM in Turin (6. bis 8. März), hat Krauel übrigens nur denkbar knapp verpasst. Obwohl sie in der „bereinigten“ europäischen Bestenliste (nur drei Starter pro Nation und alle Nichtstarter abgezogen) mit 6,50 Metern auf Platz zwölf liegt und damit berechtigte Finalchancen hat, wurde sie nicht vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) berücksichtigt.

Nur Melanie Bauschke – mit 6,51 Metern – ein Zentimeter und ein Platz besser als Krauel, wird in Turin für Deutschland starten. Ursprünglich hatte der DLV 6,55 Meter als Norm angesetzt. Diese Weite hatten bis Chemnitz ohnehin nur acht Springerinnen in Europa erfüllt. Hätte Krauel diese Marke beim Erdgas-Meeting abgeliefert, hätte sich womöglich noch ein Ticket nach Turin ergattert. „Natürlich wäre ich bei der EM gern gestartet. Schließlich hat man nicht so häufig die Chance, sich international zu messen“, erklärte das Weitsprung-Ass.

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Bronze und Saisonbestleistung bei Hallen-DM

Sonntag, 22. Februar 2009 19:07

Deutsche Hallenmeisterschaft 2009Sophie Krauel (TuS Jena) trennten als Dritte im Weitsprung nur sechs Zentimeter vom Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. Die 23-Jährige war im fünften Versuch auf 6,48 Meter geflogen. Besser waren nur Überraschungssiegerin Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid, 6,54 m) und Titelverteidigerin Melanie Bauschke (LG Nike Berlin) mit 6,51 Metern.

„Ich bin zufrieden mit dem Wettkampf. Ich wollte eine Medaille gewinnen und das hat geklappt. Vielleicht wäre mein letzter ungültiger Versuch noch weiter gewesen. Aber der war leider ein paar Millimeter drüber“, sagte Krauel. Die Studentin war in Leipzig gut in den Wettkampf gekommen und führte bis zum dritten Durchgang das Feld mit 6,44 Metern an. Zwischenzeitlich fiel sie dann aber hinter Urszula Gutowicz-Wetshof (LG Nike Berlin) zurück, die auch auf 6,44 Metern kam, bis auf Platz vier zurück. Doch in Durchgang fünf folgte Krauels „Bronze-Konter“.

„Wenn ich ohne Medaille nach Hause gefahren wäre, hätte es mich gewurmt. So kann ich mich über zwei Saisonbestleistungen freuen“, sagte Krauel. Genauso wie Moguenara und Bauschke verpasste aber auch die Deutsche Freiluftmeisterin die Norm für die Hallen-EM in Turin (6. bis 8. März) von 6,55 Metern knapp. So wird Krauel ihre Hallensaison wohl am kommenden Wochenende beim Erdgas-Meeting in Chemnitz beenden.

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Sieg beim Ländervergleich in Glasgow

Sonntag, 1. Februar 2009 15:12

Dieser Ausflug hat sich für Sophie Krauel gelohnt: Beim Ländervergleich der Nationalmannschaften von Schweden, Deutschland, der USA sowie Gastgeber Großbritannien und einer Commonwealth-Auswahl erzielte Weitspringerin Sophie Krauel den einzigen Sieg der deutschen Frauen in der Kelvin Hall. Mit 6,36 Metern lag die Athletin des TuS Jena vor der Olympiafinalistin von Peking, Funmi Jimoh, (USA, 6,31 m) und der fünfmaligen Olympiateilnehmerin Jackie Edwards (Bahamas, 6,01 m).

Dass die 23-Jährige jedoch eine bessere Weite verpasste – die Norm für die Hallen-EM Anfang März in Turin liegt bei 6,55 Metern –, mag an der mangelnden Konkurrenz gelegen haben. Denn lediglich der US-Amerikanerin gelang mit 6,31 Metern im zweiten Versuch ein Sprung, der die Deutsche Meisterin forderte. Bis dato hatte Sophie Krauel „nur“ 6,26 Meter erreicht. Doch in der Schlussphase des Wettkampfes drehte die Pharmazie-Studentin das Blatt noch zu ihren Gunsten. Sowohl im fünften (6,35 m) als auch im sechsten Versuch (6,36 m) segelte sie weiter als Jimoh, die im vergangenen Jahr mit 6,91 Metern in die absolute Weltspitze gesprungen war.

Obwohl Sophie Krauel mit ihrem Sieg fünf wichtige Zähler fürs Team holte, musste sich die DLV-Mannschaft nach insgesamt 17 Disziplinen (Männer und Frauen) und 51 Punkten mit Rang drei begnügen. Zum ersten Mal sicherte sich die Commonwealth-Auswahl (60 Punkte) den Sieg. Gastgeber Großbritannien (57 Zähler) landete auf Platz zwei. „Wir sind mit einer jungen Mannschaft gestartet, die sich gut geschlagen hat“, sagte DLV-Teammanager Siegfried Schonert zum Abschneiden der deutschen Mannschaft. Im Gedenken an den im Januar verstorbenen 800-Meter-Läufer René Herms waren in Glasgow alle deutschen Athleten mit einer schwarzen Schleife am Trikot an den Start gegangen.

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