Beiträge vom Januar, 2009

Ein halbes Jahrzehnt ohne Hürden ist vorbei

Sonntag, 18. Januar 2009 19:15

Nach dem Comeback-Jahr 2008, als sie nur in wenigen Weitsprung-Wettkämpfen startete, scheint Sophie Krauel in diesem Jahr an ihre alte „Doppelstärke“ anknüpfen zu können. Die 23-Jährige vom TuS Jena ging nach ihrer langen Verletzungspause zwischen August 2004 und Januar 2008 bei den Thüringer Landesmeisterschaften erstmals seit dem 15. Februar 2003 wieder über 60 Meter Hürden an den Start. Vor fast sechs Jahren war Krauel mit 8,24 Sekunden zum JDM-Titel gestürmt, in Erfurt kam die Deutsche Weitsprungmeisterin nun schon wieder auf beachtliche 8,44 Sekunden.

„Beim Training hat es im Hürdenlauf schon wieder gut geklappt, sodass ich mich wieder mal im Wettkampf testen wollte“, erklärte Krauel, die 2003 in Tampere Junioren-Europameisterin im Weitsprung und über 100 Meter Hürden geworden war. Dass der Jenaerin aber eine Viertelsekunde zu ihrer Bestzeit von 8,19 Sekunden (ebenfalls in Erfurt erzielt) fehlte, war nur zweitrangig, zumal Krauel vor dem Hürdenrennen noch mit der 4×200-Meter-Staffel von TuS Jena den Titel geholt hatte und deshalb nicht mehr ganz frisch wirkte. „Die Technik war in Ordnung. Aber insgesamt war ich ein bisschen langsam, besonders über die Hürde“, analysierte sie.

Am ersten Tag der Landesmeisterschaften hatte die 23-Jährige schon gezeigt, dass der Weitsprung ihre Spezialdisziplin bleiben wird. Mit guten 6,43 Metern startete sie in die Saison. Jedoch haderte Krauel ein wenig mit ihrer Technik. „Ich treffe den Absprung immer noch nicht richtig. Deshalb sind die Sprünge deutlich zu flach“, erklärte sie. Umso erstaunlicher ist aber die Weite einzuschätzen. Schließlich fehlen der Thüringerin damit nur noch zwölf Zentimeter zur Norm für die Hallen-EM in Turin (6. bis 8. März), die sie als „Ziel für die Hallensaison“ ausgibt.

Die Zuschauer in Erfurt erlebten übrigens einen hochklassigen Wettkampf, da mit den Berlinerinnen Melanie Bausche (Deutsche Hallenmeisterin 2008) und Urzula Gutowicz-Westhof (Deutsche Vize-Meisterin 2007) zwei weitere Top-Springerinnen außer Konkurrenz antraten. Beide haben übrigens – genauso wie Sophie Krauel – eine Bestleistung von 6,62 Metern zu Buche stehen. Doch die Gäste mussten sich der „Hausherrin“ mit 6,32 Metern (Bauschke) und 6,30 Metern (Gutowicz-Westhof) geschlagen geben.

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Mit 7,64 Sekunden ins WM-Jahr 2009

Sonntag, 4. Januar 2009 19:21

Einen guten Einstand ins WM-Jahr 2009 hatte Sophie Krauel beim 20. Erdgas-Meeting in Chemnitz. Die Deutsche Weitsprungmeisterin vom TuS Jena startete aber nicht in ihrer Spezialdisziplin, sondern überprüfte ihre Schnelligkeit über 60 Meter. Nach sehr guten 7,64 Sekunden im Vorlauf verschlief die 23-Jährige jedoch im Finale den Start und musste sich mit Platz fünf und 7,67 Sekunden begnügen. Der Sieg ging an Anja Wurm (Stadtwerke München) mit 7,53 Sekunden. „Mein Ziel im Finale waren 7,60 Sekunden. Aber nach den schlechten ersten Metern war da nicht mehr drin“, sagte Krauel, die mit ihrer Saisonpremiere „trotzdem zufrieden war“.

Im Vergleich zur Vorsaison – nach mehr als dreieinhalb Jahren Verletzungspause hatte die Studentin 2008 an selber Stelle ihr Comeback gestartet – ist Krauel schon in diesem frühen Saisonzeitpunkt sogar schneller unterwegs. Im vergangenen Jahr lief die Thüringerin „nur“ 7,67 Sekunden. Krauels Bestzeit steht bei 7,58 Sekunden (2004). Nicht auszuschließen, dass sie 2009 wieder in diese Regionen vorstoßen kann. Das Hauptaugenmerk der Jenaerin liegt aber natürlich auf dem Weitsprung. Wenn die 23-Jährige ihre Schnelligkeit bei den kommenden Starts umsetzt, könnte sie sogar in die Nähe der Norm (6,55 m) für die Hallen-EM in Turin (6. bis 8. März) fliegen.

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