Bad Langensalza: Fünf Gültige, 6,49 m und Rang vier
Freitag, 6. Juni 2008 19:26
Freunde werden Sophie Krauel und die Weitsprunganlage in Bad Langensalza wohl nicht mehr. Zum zweiten Mal nach 2004 startete die 23-Jährige vom TuS Jena beim traditionellen Thüringer Weitsprung-Meeting, zum zweiten Mal war sie mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, zum zweiten Mal landete sie vor der Olympia-Norm.
Auf der für große Weiten bekannten Anlage musste sich Krauel mit 6,49 Metern und Rang vier zufrieden geben, zwei Zentimeter mehr als vor zwei Wochen in Jena, aber 23 Zentimeter zu wenig für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen im August. Für eine Fahrkarte nach Peking fordert der Verband einmal 6,72 Meter und einmal 6,60 Meter. Trotzdem war die Studentin im Nachhinein nicht unglücklich: „Die Sprünge haben sich weiter angefühlt. Aber ich bin über die fünf gültigen Sprünge und zweitbeste Deutsche zu sein sehr froh. Sonst hatte ich immer viele übertretene Versuche. Aber jetzt scheint der Rhythmus besser zu passen.“
Den Sieg sicherte sich vor 800 Zuschauern in Bad Langensalza Bianca Kappler (Rehlingen). Die WM-Fünfte flog auf 6,97 Meter, wobei dieser Sprung – genauso wie die 6,49 Meter von Krauel – wegen zu starken Rückenwinds keinen Eintrag in die Bestenliste findet. „Bianca ist ganz klar die Nummer eins in Deutschland. Sie hat eine ungemeine Power und kann sich auf den Punkt motivieren“, sagte die Thüringerin. Zweite wurde Vorjahressiegerin Karin Mey (Südafrika, 6,93 Meter) vor der Britin Jade Johnson, die an ihrem Geburtstag auf 6,71 Meter kam. Platz fünf belegte weitengleich mit Krauel die Deutsche Hallenmeisterin Melanie Bauschke (Berlin). Die 23-Jährige hatte aber mit 6,47 Metern den besseren zweiten Versuch.
Bereits 2004 war Krauel in Bad Langensalza gestartet. Ihr Ziel: die Norm für die Olympischen Spiele in Athen. Doch diese Hoffnung zerschlug sich mit Rang fünf und 6,38 Metern. Stattdessen sollte es ihr vorletzter Wettkampf für dreieinhalb Jahre werden. Nur noch bei der Junioren-WM im Juli 2004 startete sie und holte Silber. Danach folgten drei Operationen am Schienbein und eine sehr lange Pause bis Januar 2008. Deshalb ist es für Jenaerin immer noch etwas Besonderes, wieder im Leichtathletik-Zirkus mitzumischen. „Ich bin froh, ohne große Wehwehchen springen zu können und freue mich auf die nächsten Wettkämpfe. Natürlich auch auf Bad Langensalza 2009.“
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